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Person

Prof. Dr. Birgit Haase

Frau Haase ist Professorin für Kunst- und Modegeschichte / Modetheorie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg


Ausbildung

Von 1986 bis 1990
Nach dem Abitur studierte Prof. Dr. Birgit Haase Bekleidungstechnik an der damaligen „Fachhoch-schule Hamburg“, unter besonderer fachlicher Konzentration auf die materielle Beschaffenheit und die Geschichte von Bekleidung. Ihr Studium schloss sie als Diplom-Ingenieurin mit einer Arbeit zur Kulturgeschichte und Faseranalytik von Naturseide.

Von 1990 bis 1996
Im Anschluss an das Fachhochschulstudium studierte sie Kunstgeschichte und neueren Geschichte an der Universität Hamburg, mit individueller Spezialisierung auf die Bereiche Mode und Textil. Dieses zweite Studiums schloss sie als Magister Artium mit einer Arbeit zum Thema Kunst und Mode.

Von 1996 bis 2001
Den in der Magisterarbeit erstmals entwickelte methodische Ansatz einer Konfrontation von Bild- und Sachquellen im Sinne einer kritischen Modegeschichte vertiefte sie im Promotionsstudium am Fachbereich Kulturgeschichte und Kulturkunde der Universität Hamburg. Nach Forschungsaufenthalten, unter anderem in Paris, Manchester und Berlin, erfolgte 2001 die Promotion mit Auszeichnung zum Doktor der Philosophie. Die Dissertation unter dem Titel „Fiktion und Realität“, die der exemplarischen Untersuchung von Kleidung und ihrer Darstellung in der Malerei des Impressionismus gewidmet ist, wurde 2002 publiziert.


Beruflicher Werdegang

Von 1992 bis 1994
Bereits während des Universitätsstudiums war Haase tätig als studentische Hilfskraft in der Abteilung Kleidung und Textil des Altonaer Museums in Hamburg. Spätestens seit dieser Zeit bestehen intensive fachliche und persönliche Kontakte zu zahlreichen Modesammlungen im In- und Ausland. Dies wird zudem durch z. T. langjährige Mitgliedschaften in verschiedenen wissenschaftlichen Fachverbänden unterstützt.

Von 1994 bis 2009
Durch die Übernahme einer halben Stelle und anschließende langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im textilchemischen Labor der HAW Hamburg vervollständigte und intensivierte sie textile Kenntnisse im gegenseitigen Austausch mit Kollegen und Studierenden.

Von 2002 bis 2004
Während der knapp dreijährigen Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landes-museum Württemberg ging bei ihrer Arbeit inhaltlich in erster Linie um das 2004 in Schloss Ludwigsburg eröffnete Modemuseum. Ihr Aufgabenspektrum war geprägt durch engste Beteiligung an Konzeption, Gestaltung und didaktischer Vermittlung der anspruchsvollen Ausstellung mit rund 750 Exponaten aus dem 18. Jahrhundert bis heute.

Von 2005 bis 2009
Freiberufliche Tätigkeit als modehistorische Fachberaterin und Kuratorin für verschiedene Museen sowie als Referentin und Autorin im Rahmen kunsthistorischer Projekte in Deutschland, Frankreich und den USA. Darüber hinaus war sie Dozentin für Kunst- und Modegeschichte an der Kunsthochschule Weißensee und am Department Design der HAW Hamburg.


Veröffentlichungen

Auswahl

„All diese Farben von wunderbarer Schönheit…” Die ersten synthetischen Textilfarbstoffe im 19. Jahrhundert. In: Berliner Chic – Mode von 1820 bis 1990, hg. von Christine Waidenschlager. Katalog zur Ausstellung, Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin, 2001, S.25-33.

Fiktion und Realität. Untersuchungen zur Kleidung und ihrer Darstellung in der Malerei am Beispiel von Claude Monets Femmes au jardin. Weimar 2002.

Kleider und Bilder von Kleidern. Erhaltene Objekte und ihre künstlerische Darstellung im historischen Überblick. In: Waffen- und Kostümkunde – Zeitschrift für Waffen- und Kleidungsgeschichte, Bd.44, H.1 (2002), S.1-19.

„Die Satire attackiert die Krinoline!” Modekritik in Bild und Wort am Beispiel von Charles Vernier und Friedrich Theodor Vischer. In: Ridikül! – Mode in der Karikatur, 1600 bis 1900, hg. von Adelheid Rasche und Gundula Wolter. Katalog zur Ausstellung, Berlin, Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, 2003, S.104-112.

„Une toilette vaut un tableau” – Impressionismus und Mode. In: Monet und Camille. Frauenportraits im Impressionismus, hg. von Dorothee Hansen und Wulf Herzogenrath. Katalog zur Ausstellung, Bremen, Kunsthalle Bremen, 2005, S.228-237.

„Metamorphose des Girl“ – Tendenzen der Damenmode in der späten Weimarer Republik. In: Glamour! Das Girl wird feine Dame – Frauendarstellungen in der späten Weimarer Republik, hg. von Verena Dollenmaier und Ursel Berger. Katalog zur Ausstellung, Berlin, Georg Kolbe Museum, 2008, S.28-44.

„L’art et la mode“ au second Empire à travers quelques tableaux de figures du jeune Claude Monet. In: Sous l’Empire des Crinolines. Katalog zur Ausstellung, Paris, Musée Galliera, 2008, S.144-149.

„Les toilettes politiques“ – Mode und Staatsräson im Second Empire. In: Philipp Zitzlsperger (Hg.): Kleidung im Bild – Zur Ikonologie dargestellter Gewandung. Lausanne 2009. [im Druck]

Kontaktdaten

Prof. Dr. Birgit Haase
HAW Hamburg, Fakultät DMI
Department Design
Armgartstraße 24
22087 Hamburg

Tel. +49 (0)40 42875 4651
E-Mail: birgit.haase@haw-hamburg.de

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