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Meldung

Studiengebühren können fehlende staatliche Finanzierung nicht kompensieren

Die prekäre Situation spitzt sich weiter zu

AStA, Präsidium und Hochschulrat der HAW sind sich einig in der Frage nach dem Geld

Wenn Studierende über die Finanzsituation ihrer Hochschule klagen, dann ist das nicht neu. So hat sich der ASTA-Vorstand schon letztes Jahr zu Wort gemeldet, als der Kanzler der Hochschule für Angewandte Wissenschaften ein großes Gebäude anmieten und die Miete erstmals aus Studiengebühren bezahlen musste. Gebäudekosten sind schließlich in Deutschland traditionell Kosten, die vom Staat mit seiner Grundfinanzierung der Hochschulen übernommen werden.

Mit großem Interesse verfolgt die Stadt, dass auch der Präsident der HAW Hamburg, Prof. Dr. Stawicki, sich mit einem offenen Brief zu der Finanzmisere seiner Hochschule äußerte, - ein eher ungewöhnliches Mittel, - hat doch der Präsident jederzeit direkten Zugang zu der Behörde, die ihm das Amt anvertraut hat.

Auch der Kanzler der HAW, Bernd Klöver, gibt öffentlich zu, dass die öffentliche Hochschulfinanzierung in Hamburg nicht mehr ausreichend ist: "Durch die Einnahmen aus Studiengebühren sind umfangreiche Serviceleistungen für Studierende erst möglich, die für ein erfolgreiches Studium unverzichtbar sind."

Als vorläufiger Höhepunkt der öffentlichen Bankrott-Erklärungen warnte jetzt am 12. Januar 2011 auch der Hochschulratsvorsitzende der HAW Hamburg, Prof. Dr. Ing. Eckart Kottkamp, eindringlich vor den Folgen wachsender Unterfinanzierung der von ihm betreuten Hochschule: "Die HAW Hamburg erhält deutlich weniger Geld als andere Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. So rangiert Hamburg bei den laufenden Ausgaben je Studierendem an Fachhochschulen unter allen Bundesländern auf dem letzten Platz (mit 1.940 Euro bei einem Durchschnittswert von 3.130 Euro). Bei der Betreuungsrelation, also dem Verhältnis von Studierenden zu Wissenschaftlern, liegt Hamburg bei den Fachhochschulen auf dem drittletzten Platz. Und auch bei der Professorenbesoldung belegt Hamburg im Ländervergleich den drittletzten Platz."

Nachzulesen ist dies auf der Hochschulseite "news online journal", die ansonsten für regelmäßig positive Pressemeldungen bekannt ist.

Web /news online journal (Pressemeldungen der HAW Hamburg)

Beteiligte Personen /Bernd Klöver, Michael Stawicki

(Sw)